Mittwoch, 30. Juli 2008

IM CH

Hallo Freunde des Sports,
Am 13.7. in Zürich war es dann soweit. Ich habe beim Ironman Switzerland in 10:53h gefinished. 1:14h für 3,8km Schwimmen, 5:25h für 180km Rad und 4:08h für 42km Lauf.
Das war dann irgendwie Platz 530 von 2300. Ich bin damit sehr zufrieden. Nach der ersten BandscheibenOP in 10/2006 und der zweiten in 05/2007 bin ich jetzt 1 Jahr später ohne Rückenschmerzen ins Ziel gelaufen.
Und da ich mir ca. 11:15h – 11:45h bei gutem Verlauf vorgestellt hatte, ist die Erwartung sogar übererfüllt.

Mal sehen wie sich die beruflichen Veränderungen auf den Sport auswirken, aber grundsätzlich möchte ich in 2009 (IM Lanzarote am 23.5. ist gemeldet + IM UK im August) weiter aufbauen und 2010 in AK40 angreifen.

So war es für mich:
Das Wochenende war leider kühl und total verregnet, viele standen schon recht missmutig am Start. Mir hat das gar nicht soooo viel ausgemacht und ich habe mich an die Radeinheiten im Winter/Frühjahr erinnert, bei denen ich teilweise den Lenker nicht mehr festhalten konnte. Wetter kann man sowieso nicht ändern.
Der Schwimmstart war leider komplett verbockt. Eigentlich war ein Start aus dem Wasser um 7:00h geplant. Ich stand um 6:55h am Ende vom Strand als plötzlich ca. 500 von den 2300 Startern los schwimmen.
Ich dachte an einen Frühstart und bin schnell zum Wasser und hinterher. Irgendwie wurde das Feld dann mit Booten wieder zurückgehalten. Jetzt war ich irgendwo mittendrin und wurde beim wirklichen Start und an fast jeder Boje getreten und geprügelt. Das nächste Mal schwimme ich wieder meine 1:05h und bin etwas mehr aus dem Gedränge raus. Von der Belastung her war 1:14h auch sehr locker.

Der Wechsel auf das Rad war perfekt, ich habe mir zusätzlich zum Einteiler Armlinge genehmigt. Nass war ich ja sowieso und der unaufhörliche Regen hätte jede Jacke nur zum nassen Segel gemacht, was mir die Aerodynamik meines Hightechrades zerstört hätte.

Diesmal bin ich sehr schnell in einen guten Rhythmus gekommen und so ging es mit ca. 37-39 km/h um den Zürisee. Die Nahrungsaufnahme (ca. alle 20 min ein Gel) und einen tiefen Schluck aus der Flasche mit Iso hat auch hervorragend funktioniert. Außerdem habe ich die Marshmellows von Ultra lieben gelernt. Die gehen gut runter und man kann trotzdem etwas kauen. Ich hatte den Cola/Guarana Geschmack, es gibt aber auch „Weizenbier“, kein Spruch.

An den ersten Anstiegen (insgesamt ca. 1500 Höhenmeter) sind dann die Leute wie bekloppt an mir vorbei.

Die Vorgabe von 250 Watt maximal habe ich aber eingehalten und viele von den Leuten noch kurze Zeit später wieder überholt. Das ist sowieso recht komisch, viele ballern berghoch und treten dann bergab oder auf den Ziehstücken nicht weiter. Die Füße hat man zu diesem Zeitpunkt bei KM 50 übrigens schon vor Kälte nicht mehr gespürt.
In den Abfahrten hatte ich etwas Probleme mit den Carbonflanken meiner Laufräder. Die Bremsen haben immer erst nach ca. 200m das Wasser abgeräumt und dann kräftig zugepackt. Na ja, wenn man es weiß, kann man sich drauf einstellen, bei Topspeed 84 km/h und diesem Wetter war ich aber froh wieder auf gerader Strecke zu sein.
Bei KM 85 und 175 standen dann Gabi, Klaus, Magic und Mohrli und haben angefeuert. Gänsehautfeeling, so ein tolles Supportteam ist schon klasse.

Die zweite Radrunde verlief weiter gut. Ich bin dann bei KM 110 für ca. 15km in eine größere Gruppe geraten. Eigentlich gibt’s ja Windschattenverbot, bei 50 Fahrern auf einem Haufen kann man das aber nicht durchsetzen. Ich habe 5-6 Mal versucht nach vorne zu entkommen, die Gruppe hat mich aber immer wieder gestellt. Unter dem Strich hat es mich Zeit gekostet, aber vielleicht etwas Erholung gebracht. Der Regen hörte irgendwann auf.

Der Wechsel vom Rad in die Laufschuhe ging mit 1:24min sehr schnell und entsprach exakt der Wechselzeit des Siegers J. Die erste Runde von 10,5km war mit 54 min recht ansprechend.

Danach bin ich dann deutlich langsamer geworden, obwohl es sich immer noch gleich schnell anfühlte. Mich haben dann gefühlte Hundertschaften überholt. Auch die seit dem Wettkampf in Bad Bodenteich geschwollene Achillessehne machte einige Probleme. Ab KM 20 dachte ich, dass sie reißen könnte. Die Zeiten sind dann weiter eingebrochen, den Gedanken ans Aufhören habe ich aber wieder verworfen. „Wer einmal aufgibt, gibt immer auf“. Und außerdem wären die Schmerzen danach auch so schon ähnlich gewesen.
Dann begann der bekannte Kampf: Noch bis zum Halbmarathon. Bis KM 25. Oh, schon KM 27. Gleich gibt es das nächste Rundenband. Los, weiter bis KM 30. Bei KM 32 sind es keine 10 mehr. Bei KM 35 riechst Du das Ziel. Das ist jetzt die letzte Runde. Nur noch 4km nachhause.
Ziel!

1 Kommentar:

DiLo hat gesagt…

Hi Hero-Jens, du Schwerenöter; hast deinen Sprössling ja schon ordentlich konditioniert.
Ich rechne fest mit dir in Lanza und freue mich schon auf die gemeinsame Zeit!
LG, Der Kieler Blogger